Es gibt wieder ein neues Buch im meinem Bücherregal zum Thema Fotografie.  Da ich leider keinen Profi- oder Berufsfotografen in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis habe, muss ich die Dinge entweder selbst ausprobieren oder auf Texte und Videos zurückgreifen. So habe ich mir über den Podcast von Blende 8 (Folge 121 und Folge 123) die nützlichen Posing Tipps von Mehmet Eygi angesehen. Dort wurde auch sein Buch Posen, Posen, Posen: Das Buch für Fotografen und Models (Galileo Design) erwähnt. Beim letzten Besuch in der Fachbuchabteilung von Thalia ist es dann irgendwie in meinem Einkaufskorb gelandet 🙂 Ich wollte einfach eine kleine Hilfe für den kreativen Notfall haben, denn auch mich haben bei den ersten TFP-Shootings Fragen wie „Wohin, soll ich mit meinen Händen?!“ innerlich aus der Ruhe gebracht.

Das Buch

Was bekommt man für sein Geld?! Der Inhalt hält, was der Titel verspricht – jede Menge Fotos verschiedener Posen mit zahlreichen Tipps, verteilt auf 296 Seiten. Das Buch ist gerade erst  Ende März 2014 frisch als Erstauflage bei Galileo Design erschienen. Der Autor aus Köln – Mehmet Eygi – ist bereits seit Jahren freiberuflich in den Bereichen Fotografie, sowie in Design und Marketing tätig und berät zum Beispiel Betreiber von namenhaften Fotostudios. Es ist nicht sein erstes Buch zu dem Thema Posen, denn von ihm sind auch das PoseBook – Posen Buch für Fotografen und Models und das ExpressionBook (Frauen + Männer) – Gesichtsausdrücke für Dein Fotoshooting.

Der Inhalt gliedert sich in:

  • Frauen (Fashion, Plus Size, Dessous und Nude)
  • Männer (Fashion, Sport und Business)
  • Paare (Fashion und Sexy)
  • Schwangere (Fashion, Nude und Belly)
  • Familie (Baby & Mom, All Togehter und Baby)

Insgesamt gibt es 264 Beispielposen. Auf jeder Seite gibt es ein Hauptbild und drei weitere Varianten der jeweiligen Pose. Das finde ich sehr gut, denn so kann man sich jene Version aussuchen, die einem am Besten zusagt. Dazu gibt es dann noch die passenden Anweisungen und Tipps zur Umsetzung für Fotograf und Model. Ein kleines Icon illustriert die Position des Beckens und die Richtung des Blicks auf dem Hauptbild. Kurz und knapp, ohne viel Schnickschnack.
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Mich interessieren aktuelle primär die Bereiche Frauen (Fashion & Plus Size), Männer (Fashion & Business) und Paare (Fashion).

Fazit

Ich habe mich für dieses Buch entschieden, nachdem ich es mir in der Buchhandlung in Ruhe angesehen habe und davon überzeugt war. Für mich kam nur die gebundene Ausgabe in Frage. Warum? Weil ich das Buch auch zu einem Shooting mitnehmen kann und ihm, im Gegensatz zu Smartphone oder Tablet, nicht der Saft ausgeht. 😉 Ok, es ist nicht gerade leicht und handlich, aber sehr nützlich! Ich habe die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Model direkt vor Ort, einen Blick hineinzuwerfen und schnell Anregungen zu holen. Das finde ich besonders beruhigend als Anfänger, denn ich möchte keine Unsicherheit verbreiten, was sich natürlich auch auf das Model übertragen würde und nicht sehr förderlich ist. Das ist leider etwas, was man als Einsteiger schnell bemerkt. Die Kommunikation miteinander ist sehr wichtig für die Stimmung, den Ausdruck und die Ideen. Gerade das ist zu Beginn schwierig, da einfach die Erfahrungen aus der Praxis fehlen.
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Es hilft alles nichts, das Meiste lerne ich durch die Shootings und eine anschließende selbstkritische Auswertung, aber eine Hilfe zum Nachschlagen ist sehr nützlich. Das Buch zeigt einem mehr das WIE, aber nicht im Detail das WARUM. Das ist aus meiner Sicht jedoch OK, denn dafür gibt es andere Bücher. Außerdem hat man während des Shootings keine Zeit oder Lust, einen langen Text durchzulesen, wenn einem die Ideen fehlen. Hier punktet das Buch mit seinen zahlreichen Fotos und den Anweisungen. Mir gefallen nicht alle Posen, aber der überwiegende Teil! Das ist aber reine Geschmackssache. So kann meinem Model etwas besser gefallen, als mir und anders herum.  Insgesamt ist Posen, Posen, Posen: Das Buch für Fotografen und Models aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung und lohnt sich besonders für Anfänger, aber auch für erfahrene Fotografen, die kompakt nach neuen Ideen suchen.

Zum Schluss noch ein Dankeschön an den Autor Mehmet Eygi, der mir die Abbildung des Buches und seiner Fotos für diesen Beitrag freundlicherweise gestattet hat 😉